![]() |
Michael Wissmann |
|
![]() |
|||||
|
Michael Wissmann * 1955 in Schönenwerd/SO, CH 1974-79 Studium an der Akademie der Bildenden Künste, Stuttgart 1980-1984 Aufenthalt in Rom 1985-97 lebt und arbeitet als freischaffender Künstler in Zürich 1994 wird Mitglied der Xylon (Internationale Vereinigung der Holzschneider www.xylon.ch ) seit 1998 lebt und arbeitet in Uster zeigt Ausstellungen von zeitgenössischen Künstlern, die mit Holzschnitt arbeiten, in der eigenen Werkstatt-Galerie, verbunden mit Autorenlesungen
Michael Wissmann begann Mitte der 70er Jahre als Maler. Zunächst Gegenständliches löste sich bald auf in freie Farbflächen um sich später blockartig zu konzentrieren. Wissmann dokumentiert diesen Schritt unter dem Begriffspaar "Farbkörper-Bildkörper". Ab 1996 schliessen aus dem Block gehauene Holzskulpturen und Holzschnitte an. Seither nutzt Michael Wissman in erster Linie Holz- und Linolschnitt und reine geometrische Formen in immer neuen Ordnungen, um die Wahrnehmung von Linie, Fläche und Körper bzw. Raum systematisch darzustellen. Die Ergebnisse sind Bildobjekte voller Farb- und Ton-Valeurs, die noch immer den Maler verraten, aber zugleich ganz eigen im weiten Feld konstruktiver Bildansätze stehen. Wissmanns flache Holzkästen, auf die das bedruckte Japanpapier die Seiten umgreifend aufkaschiert ist, sind auf komplexe Art multiperspektivisch, auch wenn das zugrunde liegende System, einmal erkannt, vollständig nachvollziehbar und sogar einfacher als vermutet ist. Wissmann schafft es so, das Geplante und das Erscheinende, die Systematik und das Phänomen als eben nicht deckungsgleiche Grössen vor Augen zu führen. Idee und wahrnehmbares Ergebnis der entsprechenden Umsetzung gehören unterschiedlichen Sphären an. Meist ist das System in der nur linearen Zeichnung klar. Aber durch die Farbe und die von ihr besetzte Fläche erfährt es zahlreiche Modulationen, die sich für die Wahrnehmung auswirken. So kommt es nicht selten zu paradoxen Bildlösungen. Das Auge meldet Raum, Körper, Perspektive, die streng konstruktive Logik sagt, dass diese sich nicht einem Nenner fügen. Unruhe entsteht, man stösst an die philosophische Problematik des Widerspruchs. Und tatsächlich, der Widerspruch oder besser die Tat gegen die Regeln prägt Wissmanns Arbeit in vielerlei Hinsicht.
|
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
© 2007 relateart und die Künstler |