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Gabriela Signer |
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Gabriela Signer * 1957 in St. Gallen, CH 1986-89 1989-96 seit 1996 Ausstellungen (Auswahl ab 1991)
Projekte und weitere Aktivitäten
Gabriela Signers Bilder aus vielen Schichten in Wachs gebundenen Pigments zeigen Dinge wie unter einem Schleier, im Dunst oder in weicher Unschärfe. Fotos, oft doppelt belichtet, sind als Diapositiv mit Abstand vor der Wand fixiert; es mischt sich deren Struktur ins Bild mit ein. So erscheint das Abgebildete um so mehr als Ausschnitt: aus einer Reihe, aus einer Vielzahl der Bilder, aus einem Lebenskontinuum. Gabriela Signer bewegt sich als Künstlerin und mit ihren Motiven in ihrem alltäglichen Umkreis. Es finden sich Menschen und Utensilien des häuslichen Lebens ebenso wie Fundstücke aus der Natur, dem Betrachter auch aus eigenem Erleben vertraut. Dazwischen tritt das Fremde, das So-noch-nie-Gesehene: in Form der Unschärfe, die das Vertraute entrückt, in Strukturen, Rhythmen, Wellenlinien oder in Form freier Zeichnungen, deren Herkunft, Bezug und Bedeutung vielfältig sein kann (...). Auch Gegenstände, die, gealtert oder bemalt oder einfach ihrem Zusammenhang entnommen, rätselhaft erscheinen und dem flüchtigen Blick eigene Schöpfungen der Künstlerin sein könnten, sind Teil ihres Bildkreislaufs, Ausgangspunkte neuer Skizzen, Bilder, Zeichnungen... Fast alles wird Zündstelle für eine stete Hervorbringung bildhafter Annäherungen an die Existenz nicht nur der jeweils angetroffenen und beobachteten Dinge. Sieht man das ganze Werk, sind alle seine Teile Annäherungen an die Welt in ihrer unendlichen Fülle. Wobei Fülle hier keine Qualität der Welt im philosophischen Sinne meint, sondern ganz konkret die Menge des Einzelnen bezeichnet, das dem Bewusstsein Tag für Tag begegnet, und zwischen dem Bezüge hergestellt oder gefunden werden müssen, um Orientierung zu behalten. Gabriela Signers Vorgehen ist assoziativ, beobachtend, Analogien bildend und intuitiv zugleich. Im Fluss der Eindrücke bewegt sie sich fliessend. Die Unschärfe, das Doppelsichtige ist Folge und Methode zugleich: Folge von Überlagerungen, Verdämmern des Lichts oder einer Erinnerung, eines flüchtigen Eindrucks. Methode zur Steigerung der Neugier, der Frage, der Suche nach dem Moment, wo sich Klärung einstellen könnte, Erkennen, gar Verstehen; Methode zur Sichtbarmachung (...) im umfassendsten Sinne des Wortes. (...) RL |
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